Filmstart am 21.2.

Vice - Der zweite Mann

USA 2018
132 Min.

Inhalt

„Vize-Präsident, das ist doch der Mann, der rumsitzt und wartet, bis der Präsident stirbt.“ Eigentlich sind sich Lynne und Dick Cheney, eine Art US-amerikanisches Macbeth-Paar, einig. Diesen Job will der Hinterzimmer-Politiker Cheney nicht annehmen, nachdem er schon unter Nixon sowie Reagan gearbeitet hatte, und auch die Sympathien von Papa Bush genoss. Doch der alte Taktiker wittert seine Chance, als Bush Jr. Hilfe braucht. Wie man das politische System der USA von innen heraus aushebeln kann, hat Cheney schon Jahre vorher geplant.
Und so kommt 2001 mit den Anschlägen des 9/11 sein großer Moment. Zuerst ordnet er ohne Genehmigung des Präsidenten Bush das Abschießen von Passagier-Flugzeugen an. Dann startet auf seine Initiative der Überfall auf Afghanistan und später den Irak. Allein der letzte, auf einer Lüge („Massenvernichtungswaffen“) basierende Krieg, kostete 600.000 Menschen aus dem Irak das Leben. Zehntausende mehr starben durch den IS, laut „Vice“ eine direkte Folge der weltpolitischen Interventionen Cheneys.
Diese Karriere eines Massenmörders kommt nun keineswegs moralisch oder stockernst daher. „Vice“ erzählt Politik mit wilder Montage.

 

Das ist als keineswegs trockener Polit-Spielfilm zwar ein anderes Genre, arbeitet aber zusammen mit Michael Moore an der Analyse der Republikanischen Präsidentschaften. Der Unterschied liegt im personalisierten Schurken als Quell allen Übels, der jedoch wieder eine Blaupause für die Auflösung demokratischer Regeln durch Präsident Trump liefert.

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