Filmstart am 22.3.

Zwei Herren im Anzug

Deutschland 2018
138 Min., frei ab 12 Jahren

Inhalt

Familienepos einer bayerischen Wirtsfamilie zwischen 1914 und 1984: Es ist das Jahr 1984 und es ist am Ende des Sommers. Im ausgedienten Tanzsaal eines ehemals traditionsreichen Gasthauses am See, haben der Wirt und Bauer Pankraz und sein 35 jähriger Sohn Semi gerade die letzten Gäste verabschiedet, die zum Leichenschmaus zu Ehren der verstorbenen Frau und Mutter Theres erschienen waren. Nun sitzen Vater und Sohn in erzwungener Gemeinschaft beisammen und unterhalten sich über die Vergangenheit: 1. und 2. Weltkrieg, alliierte Besatzung, der erste Traktor, Kalter Krieg, Wirtschaftswunder, Flüchtlinge, Studentenunruhen, die Familie. Alles kommt stockend und sehr persönlich zur Sprache und (für den Zuschauer) ins Bild. Zwei unbekannte, vornehm gekleidete Herren werden sie vom späten Nachmittag an bis in die anbrechende Nacht hinein als zwar ungebetene, aber doch eindringliche Stichwortgeber ihres familiären Erinnerns über einen Zeitraum von 70 Jahren begleiten.

 

Der Schauspieler Josef Bierbichler („Das weiße Band“) hat in seinem Debütroman „Mittelreich“ die eigene Familiengeschichte als Grundlage für eine beeindruckende Saga genutzt. Poetisch wuchtvoll, mal grotesk, dann wieder soziologisch erläuternd erzählt der Roman von den historischen Umwälzungen, die auch vor dem bayerischen Gutshof nicht Halt machen. Diese Geschichte hat Bierbichler nun als Regisseur und in der Hauptrolle selbst verfilmt.

Film teilen