Eine Krankheit wie ein Gedicht
Persönliche Verarbeitung einer Tochter über die schmerzhafte Zerrissenheit ihres Vaters zwischen gewaltvoller psychischer Erkrankung, bedingungsloser Liebe und künstlerischem Ausdruck.
“sehr persönlicher, erstaunlich humorvoller und berührender Film über psychische Erkrankung, Angst und familiäre Nähe.”
Film-Rezensionen.de
“[...] wodurch „Eine Krankheit wie ein Gedicht“ zu einem formal interessanten, inhaltlich vielschichtigen Dokumentarfilm wird.”
Programmkino.de
Drogeninduzierte, chronifizierte, schizo-affektive Psychose des manischen Formen-kreises, Typ Polytox, kein Morphin Typ - das ist die Diagnose meines Vaters. Übersetzt bedeutet das, dass er immer wieder denselben Kreislauf durchlebt: er verfällt in drogen- induzierte Psychosen, wird in Psychiatrien ausgenüchtert und versinkt danach in depressiver Scham. Während dieser Psychosen ist er unberechenbar und lebt seine Gewalt offen aus, gegen die Menschen in seinem Umfeld - auch gegen meine Mutter und mich. Für mich ist er jedoch nicht nur ein Täter, dessen Taten ich zutiefst verurteile, sondern auch ein Mensch, den ich liebe und ein Künstler, den ich bewundere. Seine Psychosen und Innenwelten hat er in Fotografien, Malereien und Skulpturen verewigt und dokumentiert. Er kämpft gegen sich selbst, seine Krankheit und gegen das System. Und ich an seiner Seite.