Eine Krankheit wie ein Gedicht

Filmplakat zu Eine Krankheit wie ein Gedicht

Persönliche Verarbeitung einer Tochter über die schmerzhafte Zerrissenheit ihres Vaters zwischen gewaltvoller psychischer Erkrankung, bedingungsloser Liebe und künstlerischem Ausdruck.

von Jelena Ilić

Deutschland, 2026, 81 Min.
mit Jelena Ilić, Sladjana Ilić, Detlef Kissel

Filmstill aus Eine Krankheit wie ein Gedicht

Drogeninduzierte, chronifizierte, schizo-affektive Psychose des manischen Formen-kreises, Typ Polytox, kein Morphin Typ - das ist die Diagnose meines Vaters. Übersetzt bedeutet das, dass er immer wieder denselben Kreislauf durchlebt: er verfällt in drogen- induzierte Psychosen, wird in Psychiatrien ausgenüchtert und versinkt danach in depressiver Scham. Während dieser Psychosen ist er unberechenbar und lebt seine Gewalt offen aus, gegen die Menschen in seinem Umfeld - auch gegen meine Mutter und mich. Für mich ist er jedoch nicht nur ein Täter, dessen Taten ich zutiefst verurteile, sondern auch ein Mensch, den ich liebe und ein Künstler, den ich bewundere. Seine Psychosen und Innenwelten hat er in Fotografien, Malereien und Skulpturen verewigt und dokumentiert. Er kämpft gegen sich selbst, seine Krankheit und gegen das System. Und ich an seiner Seite.