Packender Polit-Thriller über den mutigen Kampf einer Whistleblowerin gegen die radikalisierenden Algorithmen von Facebook und die zerstörerische Macht der sozialen Netzwerke.
Die Geschichte beginnt im Jahr 2019, als Frances Haugen versucht, ihren Vorgesetzten zu zeigen, dass ihre Nachforschungen ergeben haben, dass 64 Prozent aller Facebook-Nutzer, die in extremistischen Gruppen unterwegs sind, von Facebook dort selbst hingeleitet wurden. Es war Facebook, das zu deren Radikalisierung beitrug. Aber niemand will etwas davon wissen, weswegen sie sich an den Reporter Jeff Horwitz vom „Wall Street Journal“ wendet. Beide beginnen zusammenzuarbeiten, während die Pandemie zuschlägt und im Jahr 2021 der vom Präsidenten angestachelte Sturm auf das Kapitol stattfindet.
Der Film springt erzählerisch zwischen drei Ebenen hin und her, und unterteilt die erzählerische Struktur noch dazu in Kapitel. Sorkin erweist sich abermals als ein Meister darin, komplexe Erzählmuster zu jonglieren und sie so aneinanderzureihen, dass die Spannung maximal ansteigt. Er spielt auch mit der Form und mit dem erzählerischen Bruch. Einmal zeigt er die Füße von Menschen, die marschieren – ohne Kontext, der ergibt sich dann später, wenn man zum 6. Januar 2021 kommt.
„The Social Reckoning“ ist das dunkle Gegenstück zu „The Social Network“. Schon dort war es fragwürdig, wie Mark Zuckerberg agierte, hier jedoch geht es um die Pervertierung des Traums. Mikey Madisons Figur wird quasi gezwungen, zur Whistleblowerin zu werden, weil ihr Gewissen ihr keine andere Wahl lässt.
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