800 Mal einsam

Deutschland 2019
84 Min., frei ab 0 Jahren
Ein Film von Anna Hepp

So

1.3.
13.50 13.50h

Mo

2.3.
16.00 16.00h

Di

3.3.
16.00 16.00h

Inhalt

Ein Tag mit und über den Filmemacher Edgar Reitz. Ort der Gespräche mit der jungen Filmemacherin Anna Hepp: Die legendäre Essener Lichtburg. Fasziniert blickt Edgar Reitz auf die 800 leeren Kinositze im Prachtbau - Synonym für ihn für den Kampf um die Kinobesucher und auch die Schwäche des deutschen Films seit er vor 57 Jahren mit jungen Kolleginnen und Kollegen das Oberhausener Manifest proklamierte? Wie sagt er dazu: „Wir forderten damals Freiheiten für den Film – Unabhängigkeit von den Klischees und Vorstellungen der Branche. Diese Freiheiten würden auch dem heutigen Film sehr gut tun.“ Ortswechsel für die Gespräche: Der Essener Baldeneysee – Synonym für diese von ihm geforderte Freiheit?

800 MAL EINSAM ist nicht nur ein Porträt über Edgar Reitz, eine Dokumentation. Vielmehr ist es ein filmisches Essay, ein Experiment. Anna Hepp zeigt deutlich, wie sehr sie Edgar Reitz verehrt und wie wichtig ihr die Beziehung zu ihm ist. In vielen Szenen sitzt sie neben ihm, beobachtend, fragend, kommentierend. Und Edgar Reitz öffnet sich erstaunlich freimütig und man kommt ihm sehr nahe. Er spricht über das Filmemachen und was es bedeutet, Künstler zu sein. Er spricht über 50 Jahre Arbeit für seine Filme, bei denen letzten Endes nur drei Jahre wirklich Filmen bedeutete. Film ist nicht nur Abbild der Wahrheit, sondern auch des Augenblicks. Das Leben ist aber durch die Endlichkeit bestimmt und ein Verweilen unerfüllbar, so spricht er. Mit der HEIMAT geht er auch in seine eigene Herkunft, vielleicht seinem Sehnsuchtsort, so wie das Kino auch ein Sehnsuchtsort zu sein vermag. Er sagt, dass er aus dem Privaten, dem Persönlichen seine Kreativität schöpft. Erstaunlich die Offenheit der jungen Filmemacherin gegenüber, der er Vorbild sein kann und Motivation gibt.

Links zum Film

In der Reihe: Doku-Kino

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