Filmstart am 1.7.

Animals

Belgien 2021
91 Min., frei ab 18 Jahren

Inhalt

Brahim ist dreißig, Muslim und schwul. In der Familie ist seine Sexualität immer noch ein Tabuthema, das für Spannungen sorgt. Als die große Geburtstagsfeier seiner Mutter in einer Konfrontation mit den konservativen Werten und Traditionen seiner Verwandtschaft mündet, flüchtet sich der junge Belgier ins nächtliche Treiben Gleichgesinnter. Dort wähnt er sich geschützt, doch sein Eingreifen in einen Streit bringt die Begegnung mit einer Gruppe angetrunkener junger Männer und führt zur verhängnisvollsten Entscheidung seines Lebens: Brahim steigt in ihr Auto...

 

Inspiriert durch den Mordfall Ihsane Jarfi, der juristisch gesehen als der erste homophobe Mord in Belgiens Justizgeschichte einging, unterzieht uns Regisseur Nabil Ben Yadir in langen, eindringlichen Sequenzen einem schockierenden filmischem Experiment. Unterstützt durch dramaturgisch herausragende Einfälle und nicht zuletzt den intensiven schauspielerischen Kraftakt seiner Hauptdarsteller gelingt Nabil Ben Yadir ein schmerzhafter Film irgendwo zwischen BULLY und FUNNY GAMES. Ein wütendes narratives Experiment aus Belgiens LGBTQ+-Community.

"Zum Zeitpunkt der Ermordung von Ihsane Jarfi sprachen die Zeitungen von einem homophoben Verbrechen. Und ich fragte mich, warum sie von einem homophoben Verbrechen und nicht von einem rassistischen Verbrechen redeten. Wann gewinnt Sexualität die Oberhand über die Identität? Ich verfolgte den Prozess und dachte über die Menschheit nach, über die Geburt von Monstern. Wie wird man in so kurzer Zeit zum Monster und wie lebt man damit? Wie lebt man am Tag nach dem Verbrechen weiter?" Kommentar von Regisseur Nabil Ben Yadir

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