Filmstart am 30.7.

Auf der Couch in Tunis

Frankreich/TUN 2019
89 Min., frei ab 6 Jahren

Inhalt

Selma plant ein waghalsiges Unternehmen. In ihrer tunesischen Heimat will sie eine Praxis für Psychotherapie eröffnen. Während sie mit viel Selbstbewusstsein ans Werk geht, trifft sie in ihrer alten Heimat auf Argwohn, Skepsis und bürokratische Hindernisse. Und das nicht nur, weil sie anstatt von Kopftüchern ihre Haare zeigt und in ihrer Praxis das Bild eines Juden hängen hat. Um den tunesischen Behörden ein Schnippchen zu schlagen, eröffnet sie kurzerhand ihre Wohnung und insbesondere ihre Couch für therapeutische Gespräche. Trotz des anfänglichen Argwohns stehen die Kund*innen schon bald Schlange. Von der Beautysalon-Besitzerin hin zum depressiven Mann mit erotischen Träumen und einem Fremden, der sich ganz nach Freud orientiert.

 

Das Spielfilmdebüt der französischen Regisseurin Manele Labidi „Auf der Couch in Tunis“ ist zugleich Komödie, Zeitzeuge der kulturellen Lage Tunesiens und eine Hommage an die Heimat ihrer Eltern. 2010 begann von Tunesien ausgehend eine Revolutionswelle, die als der arabische Frühling in die Geschichtsbücher einging. Nicht einmal zehn Jahre später hat sich zwar die politische Lage verändert, nicht jedoch das angespannte Verhältnis der Bürger in den ärmeren Vierteln. Mit ihrer beschwingten Komödie „Auf der Couch in Tunis“ schafft es Labidi auf ernsthafte wie humorvolle Weise der arabischen Kultur im Umbruch ein Denkmal zu erschaffen. In der Hauptrolle bezaubert die Iranerin Golshifteh Farahani („Fluch der Karibik: Salazars Rache“).

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