Filmstart am 20.5.

Blutsauger

Deutschland 2021
125 Min., frei ab 12 Jahren
Ein Film von Julian Radlmaier
Mit Corinna Harfouch, Aleksandre Koberidze, Lilith Stangenberg

Inhalt

Die Vorstellungen am Fr und Sa sind im deutschen Original mit engl. Untertiteln!
August 1928. Der sowjetische Fabrikarbeiter Ljowuschka wird als Trotzki-Darsteller für den Film "Oktober" des Regisseurs Sergei Eisenstein gecastet. Doch seine Träume vom Künstlerleben platzen als der echte Trotzki bei Stalin in Ungnade fällt und er aus dem Film herausgeschnitten wird. So flieht der romantische Träumer aus der kommunistischen Heimat, um sein Glück in Hollywood zu versuchen. Noch steckt er allerdings in einem mondänen deutschen Ostseebad fest, wo er als verfolgter Aristokrat verkleidet das Geld für die Überfahrt nach New York zusammenstehlen will. Bei einem seiner Streifzüge lernt er die junge Fabrikbesitzerin Octavia Flambow-Jansen kennen, die die Sommermonate mit ihrem tölpelhaften Diener Jakob am Meer verbringt. Die exzentrische Millionärin interessiert sich für den geheimnissvollen Flüchtling und bietet ihm Unterschlupf in ihrem luxeriösen Herrenhaus. Schnell fliegt seine Tarnung auf und noch schneller hat er sich in seine schillernde Gastgeberin verliebt - sehr zum Verdruss des literarisch ambitionierten Jakob, der ebenfalls für die Chefin schwärmt. Eine sommerliche Romanze bahnt sich an - dumm nur, dass in der Gegend Vampire ihr Unwesen treiben. Und noch dümmer, das Octavia selbst ein Blutsauger ist. 

 


Die Ereignisse um die Entstehung des Revolutionsfilm-Klassikers "Oktober" und den in Ungnade gefallenen Leo Trotzki inspirierten Radlmaier zum historischen Rahmen des Films. Aus dem herausgeschnittenen, namenlosen Trotzi-Darsteller schuf er die Figur des Ljowuschka, einen aus seiner stalinistischen Heimat geflohenen Arbeiter, der sich an der Ostsee in eine exzentrische Fabrikantin verliebt. Julian Radlmaiers neuer Film SELBSTKRITIK EINES BÜRGERLICHEN HUNDES erlebte seine Weltpremiere bei der 71. Berlinale 2021 im Wettbewerb „Encounters“. Schon vorab wurde das Drehbuch mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet.

 

 

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