Das Haus der guten Geister

Deutschland/CZ 2019
108 Min., frei ab 0 Jahren
Ein Film von Marcus Richardt

So

29.11.

Mo

30.11.

Di

1.12.

Inhalt

Die Entstehung einer Operninszenierung ist ein faszinierender und eigentlich geheimer Prozess. Durch "Das Haus der guten Geister" kann dieser geheime Prozess nun öffentlich bestaunt werden. Der Film begleitet das charismatische Team der Oper Stuttgart bei den Entscheidungen sowie den Proben für die Inszenierung von Tschaikowskis "Pique Dame" und liefert intime Einblicke in das Dasein des Opernalltags, fernab der prunkvollen und perfekten Abendstunden. Von den ersten Proben an wird die enge Kollaboration mit Chefdramaturg und Co-Regisseur Sergio Morabito, Generalmusikdirektor Sylvain Cambreling, der legendären Bühnen- und Kostümbildnerin Anna Viebrock und den anderen ‚guten Geistern’ des Stuttgarter Hauses verfolgt, die gemeinsam und in unaufgeregtem, leisen Stil das Mammutprojekt Oper stemmen.

 

Passend zu dieser besonnenen Herangehensweise setzt man bei den Stuttgarter Inszenierungen auch nicht auf medienwirksame, große Stars. Stattdessen vertraut man auf das eigene feste Ensemble, das sich in die intimen Arbeitsprozesse des Traditionshauses einfügt. Es wird deutlich: an der Staatsoper Stuttgart ist die große Kunst stets verbunden mit einem tiefgreifenden Bewusstsein um die eigene gesellschaftspolitische Verantwortung. Ihr Vertrauen in eine achtsame und organische Form der Zusammenarbeit ist damit gleichsam ein Gegenentwurf zu einer zunehmend entfremdeten und populistisch geprägten Gesellschaft. Oper soll sich in Stuttgart eben nicht im isolierten ‚Elfenbeinturm’ abspielen, sondern in einem offenen Haus, das gesellschaftliche Verantwortung übernimmt, sich einmischt, stetige Impulse von außen zulässt und gleichzeitig auch nach Außen abgibt. 

 

 

"Das Haus der guten Geister" ist in vielfacher Hinsicht ein liebevoll inszenierter Blick hinter die Kulissen einer familiären und demokratischen Opernstruktur, in der jeder der kleinen und großen Akteure seine eigene Note einbringen darf - daraus resultiert ein Film, der seine Zuschauer in die Magie eines ganz eigenen Universums entführt.