Harold und Maude

USA 1971
91 Min., frei ab 12 Jahren

Sa

13.2.
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Inhalt

Harold ist ein 19-jähriger junger Mann, der aus gutem Elternhaus stammt und finanziell nie Probleme gehabt hat. Obwohl es Harold nicht an materiellen Dingen mangelt, wünscht er sich dennoch eine normale Beziehung zwischen sich und seiner Mutter, welche sich nicht  für ihn zu interessieren scheint. Mit Scheinselbstmorden versucht Harold deshalb die Aufmerksamkeit seiner Mutter zu erregen. Er beschäftigt sich in seinem jungen Leben schon seit einiger Zeit mit einem eigentlich untypischen Thema – dem Tod. Das Lebensende fasziniert Harold und je mehr er sich Gedanken um das schwere Thema macht, desto mehr scheint er selbst Todessehnsuchts-Gedanken zu entwickeln. Auf einer Beerdigung trifft er die 79-jährige Witwe Maude, die genau das Gegenteil zu dem jungen Mann zu sein scheint. Sie ist lebensbejahend und kann aus jeder noch so schweren Situation etwas Positives herausziehen. Die beiden ziehen sich förmlich an und verstehen sich auf Anhieb. Es beginnt eine ganz besondere Beziehung zwischen Harold und Maude, von der beide etwas lernen können und die weit über Freundschaft hinauszugehen scheint…

 

„Harold und Maude“ fiel, als er 1971 in die Kinos kam, bei Kritikern wie Zuschauern gleichermaßen durch. Als zu groß erwies sich der vorgebliche Tabubruch einer Liebe zwischen einem jungen Mann und einer erheblich älteren Frau. Das schwarz-romantische Spiel mit den zeittypischen Rollen- und Geschlechterbildern und die enthemmte Thematisierung des Todes erschienen skandalös wie pietätlos. Doch alsbald wurde aus dem vermeintlichen Flop ein Kultfilm und heute gehört er zu den großen Klassikern des Kinos. 

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