Filmstart am 9.1.

Knives Out - Mord ist Familiensache

USA 2019
131 Min., frei ab 12 Jahren

Inhalt

Schauplatz ist das protzig morbide Landhaus des millionenschweren Krimi-Autors Harlan Thrombey. Zum 85sten Geburtstag findet sich die Familie zur Feier ein. Am nächsten Morgen findet man den Patriarchen tot auf. Für die herbei geeilten beiden Polizisten scheint der Fall klar: Selbstmord. Die Befragung der Angehörigen reine Routine. Aus etwas rätselhaften Gründen, aber mit Erlaubnis der Cops, mischt sich der berühmte Privatdetektiv Benoit Blanc ebenfalls in das Verhör.
 Ausgesprochen höflich, gleichwohl unerbittlich, befragt Blanc den versammelten Clan. Penibel sammelt der Detektiv die kleinsten Puzzlestücke, um die offensichtlich nicht ganz so harmonische Geburtstagsfeier zu rekonstruieren. Mehr und mehr Geheimnisse werden enthüllt, ganze Abgründe tun sich. Der Alte wusste sehr wohl von Ehebruch und Unterschlagungen, er entlässt und enterbt in dieser Nacht, was für lautstarke Streit-Szenen sorgt. Der Kreis der Verdächtigen wächst sprunghaft. Allein der Teenager-Enkel sowie die Mutter der 85-Jährigen (!) scheinen kein Motiv zu haben – durchaus aber ein Geheimnis.
 

Autor und Regisseur Rian Johnson überzeugt durch ein exquisit entwickeltes Drehbuch. Sobald man glaubt, wie der Hase läuft, schlägt dieser natürlich Haken. Leutselig wird der Tathergang relativ früh präsentiert, die ganze Wahrheit freilich enthüllt sich erst beim zweiten, dritten oder vierten (Rück-)Blick. Die verwinkelten, düsteren Flure mit knarzenden Dielen bebildern bestens das Labyrinth der smarten Story. Großaufnahmen der Gesichter lassen vermeintlich die Gedanken ahnen. 
Ein scharfsinniger Krimi der sehr vergnüglichen Art, zugleich eine perfekte Hommage an Agatha Christie.

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