Filmstart am 1.10.

Persischstunden

Deutschland/RUS/BLR 2020
127 Min., frei ab 12 Jahren

Inhalt

Im deutsch besetzten Frankreich von 1942 wird Gilles zusammen mit anderen Juden von der SS gefangen genommen und nach Deutschland in ein Konzentrationslager geschickt. Um dem Tod zu entgehen, behilft sich der Belgier mit einem Trick: Er behauptet, gar kein Jude zu sein, sondern Perser. Der Offizier Koch, Leiter der Lagerküche, bekommt das mit und denkt an seinen großen Traum: Nach Kriegsende will er bei seinem Bruder in Teheran ein eigenes Restaurant eröffnen, doch dafür muss er Persisch lernen. Gilles muss Koch nun Farsi beibringen – ohne selbst ein einziges Wort zu beherrschen. 

Wort für Wort muss Gilles eine Sprache erfinden, die er nicht beherrscht. Eine heikle wie ambivalente Beziehung zwischen Täter und Opfer, Schüler und Lehrer entwickelt sich. Als zwischen den beiden Männern Eifersucht und Misstrauen aufkommen, wird Gilles schmerzhaft bewusst, dass jeder Fehltritt ihn auffliegen lassen könnte... 

 

Der zutiefst humanistische Film basiert auf Wolfgang Kohlhaases Novelle „Erfindung einer Sprache“ aus dem Jahre 2005. Inspiriert von diesen wahren Begebenheiten, erschuf Regisseur Vadim Perelman („Haus aus Sand und Nebel“) ein hochspannendes, wendungsreiches Drama, das eine packende und emotionale Geschichte vom menschlichen Überlebenswillen erzählt. Weltpremiere feierte Persischstunden auf der Berlinale 2020.

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