Filmstart am 3.7.

Schlingensief - In das Schweigen hineinschreien

Deutschland 2020
130 Min., frei ab 12 Jahren

Inhalt

Im Rahmen der zweiwöchigen Ausstellung "Long Distance Call – das Operndorf Afrika" im Kunstpalais zeigen wir „Schlingensief – In das Schweigen hineinschreien“ mit anschließendem Gespräch zwischen Regisseurin Bettina Böhler und Produzent Frieder Schlaich.

 

Mit seinen „Heimatfilmen“, seinen Aktionen und Interventionen in Theater, Fernsehen, Oper und Kunst hat der Regisseur Christoph Schlingensief über zwei Jahrzehnte den kulturellen und politischen Diskurs in Deutschland mitgeprägt. Der Montagefilm zeigt den Ausnahmekünstler in seiner ganzen Bandbreite. Im Fokus steht der „Familienmensch“ (Schlingensief über Schlingensief), der in seinen Arbeiten gleichermaßen das Verhältnis zu den Eltern in Oberhausen und das Verhältnis zu Deutschland thematisiert. Der Film durchlebt die ganze Entwicklung Schlingensiefs: vom quasi pubertierenden Filmemacher im Kunstblutrausch, über den Bühnenrevoluzzer von Berlin und Bayreuth bis hin zum Bestsellerautor, der kurz vor seinem Tod die Einladung erhält, den Deutschen Pavillon in Venedig zu gestalten. Dabei überträgt sich die ungebändigte Energie des Porträtierten unwillkürlich auf die Zuschauer.

 

Der vor zwölf Jahren viel zu jung verstorbene Regisseur und Künstler Christoph Schlingensief wird im Porträt „Schlingensief – In das Schweigen hineinschreien“, von der renommierten Filmeditorin Bettina Böhler, als vielschichtiger, suchender und streitbarer Mensch persönlich gewürdigt. Die Regisseurin zeigt in ihrem virtuos montierten und ungemein unterhaltsamen Regiedebüt den Ausnahmekünstler in seiner ganzen Bandbreite. 

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