Speer goes to Hollywood

Israel 2020
102 Min., frei ab 12 Jahren
Ein Film von Vanessa Lapa

So

12.12.

Mo

13.12.

Di

14.12.

Inhalt

Albert Speer zählte zu Adolf Hitlers engsten Vertrauten und sollte ab 1937 als Generalbauinspektor Berlin zur Welthauptstadt „Germania“ umgestalten. Als Reichsminister für Bewaffnung und Munition war er ab 1942 verantwortlich für 12 Millionen Zwangsarbeiter. Die vorsichtigsten Schätzungen gehen davon aus, dass mindestens ein Drittel von ihnen zu Tode kam. Dennoch genießt er bis heute den Ruf des „guten Nazis“. Ein Mythos, den er sorgsam selbst entwarf und kultivierte – und der nur allzu gerne von einer weltweiten Öffentlichkeit aufgenommen wurde. Paramount Pictures plant 1971 Albert Speers Welt-Bestseller „Erinnerungen“ zu verfilmen, und Speer wirkt selbst am Drehbuch mit. Monatelange Gespräche, die von Drehbuchautor Andrew Birkin aufgezeichnet wurden, zeigen Speers skrupellosen Versuch, seine Vergangenheit mit dem geplanten Film reinzuwaschen.

 

Birkin nahm alle Gespräche mit Speer auf. 40 Stunden Tonbandaufnahmen, entstanden in einer entspannten Gesprächsatmosphäre, geben einen noch nie da gewesenen Einblick in die Denkweise Albert Speers. Die Tonbänder, die bislang nicht veröffentlicht worden waren, bilden die Grundlage für „Speer Goes to Hollywood“. Aufgrund der schlechten technischen Qualität der Bänder wurden die für den Film ausgewählten Passagen von Schauspielern originalgetreu nachgesprochen. Regisseurin Vanessa Lapa kämpft sich dabei durch einen breiten Sumpf von Lügen, die seit langer Zeit die Wahrheit über Hitlers „Leibarchitekten“ verdecken.