Filmstart am 15.5.

The second life

Deutschland/BE/IT 2020
82 Min., frei ab 0 Jahren
Ein Film von Davide Gambino

Inhalt

Sie arbeiten für die Naturkundemuseen in Rom, Berlin und Brüssel: Die drei Präparatoren Maurizio Gattabria, Robert Stein und Christophe de Mey die im Mittelpunkt von Davide Gambinos Dokumentarfilm „The Second Life“ stehen. Gemeinsam ist den drei Präparatoren die Überzeugung, dass ihre Arbeit dazu beitragen kann, den Menschen etwas über die Natur zu erzählen, ihnen Tiere zu zeigen, die in freier Wildbahn oft kaum noch zu beobachten sind, da der Mensch immer mehr Raum einnimmt, Wälder abgeholzt werden, Autobahnen Felder durchschneiden. Die in prächtigen Dioramen ausgestellten Tierpräparate sind somit oft die einzige Möglichkeit, seltene Tiere zu zeigen.

 

Doch was bedeutet es, wenn ein Tier möglicherweise nie in freier Wildbahn gelebt hat? Hier setzt Davide Gambinos Versuch an, seinen Film zu mehr zu machen, als nur einer Dokumentation über drei Tierpräparatoren. 4.2 Milliarden Tierarten sind vom Aussterben bedroht informiert eine Texttafel zu Beginn, Arten, die bald vielleicht nur noch durch ausgestopfte Modelle sichtbar sein werden. Der von Katharina Thalbach gesprochene Voice Over-Kommentar imaginiert nun die Gedanken solch eines Tieres, genauer gesagt die des Orang-Utans Petronilla, die von 1970-2015 im Zoo von Rom lebte. Ihre eigentliche Heimat, den Dschungel von Borneo, hat dieses Orang-Utan-Weibchen nie gesehen, nun ist sie ein Tiermodell in einer künstlichen Landschaft, die an den Urwald erinenrt, den sie nie selbst erlebt hat.

Film teilen