Filmstart am 13.8.

Wege des Lebens

Großbritannien/US 2020
86 Min., frei ab 0 Jahren

Inhalt

Wie wäre das eigene Leben wohl verlaufen, wenn man an dieser oder jener Stelle eine andere Entscheidung getroffen oder einen alternativen Weg eingeschlagen hätte? Eigentlich sollte die Journalistin Molly ganz dringend ins Büro, um ein Projekt vorzustellen, für das sie lange Zeit recherchiert hat. Im stressigen New Yorker Alltag schlängelt sie sich stattdessen - ihren Vater, der an Hirnatrophie leidet, im Schlepptau - von Arzt zu Arzt. Das allerdings birgt gewisse Risikien: Es ist nicht leicht zu ertragen, wie ihr Vater Leo auf den Behandlungsstuhl pinkelt, einen fremden Hund „klaut“ und generell nicht mehr geistig anwesend zu sein scheint. In gewisser Hinsicht stimmt das, denn seine Gedanken gleiten ab zu zwei Lebensrealitäten, die er so hätte erleben können. Von der leidenschaftlichen Ehe mit seiner Jugendliebe Dolores, mit der er sich am mexikanischen Tag der Toten verkracht, bis hin zu einem Leben in Einsamkeit auf auf einer abgelegenen griechischen Insel, wo das Schreiben eines Romans und das zufällige Aufeinandertreffen mit zwei jungen Touristinnen schmerzliche, unbequeme Einsichten ans Licht bringt...

 

Sally Potter, die zuletzt mit dem meisterhaft-trockenhumorigen „The Party“ begeisterte, findet in ihrem passend betitelten Drama „Wege des Lebens - The Roads Not Taken“ nun noch einmal ganz neue Wege, indem sie von einem demenzkranken Mann erzählt, der sich in seine eigenen (Parallel-)Welten zurückgezogen hat. In einem faszinierender Ansatz versucht seine Familie dennoch irgendwie mit ihm zu kommunizieren.

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