Filmstart am 31.7.

Wer wir gewesen sein werden

Deutschland 2022
84 Min., frei ab 12 Jahren

Inhalt

„Wer wir waren, ist vorbei seit diesem Tag. Aber manches ist noch offen“, fasst der anfangs psychisch wie körperlich schwer gebeutelte Filmemacher Erec Brehmer einmal brutal nüchtern das eigene Lebenstrauma zusammen. Für ihn und seine große Liebe Angelina ist kurz zuvor, nach einem heiteren Ski-Wochenende mit Freunden, urplötzlich das Lebenslicht ausgegangen. Anstatt die nächsten Schritte, sprich Heirat und/oder Kinderwunsch konkreter ins Auge fassen zu können, endete ihre gemeinsame Paarzeit mit einem harten Faustschlag des Schicksals.

 

Am Ende bleibt diese brutal aus dem Leben gerissene Angie, die eigentlich Bierbrauerin werden wollte, aber bei ihrem Fachstudium in Weihenstephan scheiterte, ihre ganze faszinierende Persona selbst das größte Rätsel dieses außergewöhnlichen Films über Trauer, Liebe und Bewältigung. Durch gekonntes Storytelling fesselt WER WIR GEWESEN SEIN WERDEN von der ersten bis zur finalen Einstellung, berührt und schockiert durch eine Offenheit, die im Subtext viel über Liebe in Zeiten von Tinder und Social Media erzählt. Damit zählt er schon jetzt zu den stärksten Dokumentarfilmen dieses Jahres, der sich in seinen besten Passagen mit Doris Dörries und Werner Penzels berührender Trauerelegie …AUGENBLICK… (1997) messen kann. Denn Brehmers Fragmente einer Sprache der Liebe, um an dieser Stelle Roland Barthes berühmtes Buch ins Spiel zu bringen, sind außerordentlich – und treffen mitten ins Herz.

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